Gerd Hardenberg verstorben

Liebe Mitglieder,

uns hat die traurige Nachricht erreicht, dass Gerd Hardenberg am 21. Januar verstorben ist.

Gerd war mit dem Kulturschloss engstens verbunden. Am 11. Dezember 2007 fand die Gründungssitzung unseres Trägervereins statt, und Gerd war von Beginn an bis Ende 2019 dessen zweiter Vorsitzender. Ich weiß nicht, ob wir ohne Gerd überhaupt bis zur Vereinsgründung gekommen wären – und ebenso wenig, ob ich mich ohne ihn an meiner Seite als erster Vorsitzender zur Verfügung gestellt hätte. Höchstwahrscheinlich nicht. Wir waren damals ein wirklich gutes Team.

Gemeinsam mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern haben wir zahlreiche Hürden genommen und viel Engagement investiert. Wir sind auch ins Risiko gegangen: Spätestens als es 2010 um den Umbau in der Königsreihe und den tatsächlichen Betriebsstart des Kulturschlosses ging, mussten wir als Ehrenamtliche – und eigentlich Vollzeit-Berufstätige – dafür sorgen, dass wirtschaftlich, technisch, programmlich und schließlich auch personell alles funktionierte.

Mit Gerds unerschütterlicher Ruhe und seiner Erfahrung ist uns das tatsächlich gelungen. Es war eine aufregende Zeit, und Gerd hat einen großen Anteil daran, dass ich sie bis heute so positiv in Erinnerung habe. Seine Freundlichkeit und Zugewandtheit wirkten auch in der bunten Truppe unseres jungen Vereins stets deeskalierend, haben uns zusammengeführt und vorangebracht.

Was Gerd beruflich alles auf die Beine gestellt und wie er sich mit seinen Projekten immer wieder neu erfunden hat, hat mich sehr beeindruckt. Trotz seiner Ruhe war er ein Kämpfer, der sich für viele andere – und für die Sache selbst, die Kultur und die Stadtteile – mit ganzem Herzen eingesetzt hat.

Bis zuletzt blieb Gerd dem Kulturschloss treu und hat noch im November bei unserer Mitgliederversammlung das Protokoll geführt.
Das Kulturschloss verdankt Gerd Hardenberg unendlich viel. Wir werden Gerd sehr vermissen. In unserer Gemeinschaft wird er als verlässlicher Weggefährte, als Freund und als Mensch in dankbarer Erinnerung bleiben.

Mit traurigen Grüßen

Rainer Schünemann