Lesung: Mein Weg in die Freiheit. Mit 15 Jahren allein auf der Flucht

Termin Sa 21.09. // 19:30 // Eintritt: Spende

Lesung und Gespräch: Mein Weg in die Freiheit. Mit 15 Jahren allein auf der Flucht
Merhawi Fsehaye und Ulla Grün

Hamburg ist seine neue Heimat. Seit wenigen Jahren lebt Merhawi Fsehaye in der Hansestadt, nachdem ihm mit 15 Jahren die Flucht aus seinem Heimatland Eritrea gelungen war. Mit großer Neugier und Offenheit taucht Merhawi Fsehaye seitdem in die Lebenswelt in Deutschland ein.

In seinem Buch » Mein Weg in die Freiheit – Mit 15 Jahren allein auf der Flucht« erzählt er von seiner Flucht aus Eritrea über Libyen nach Deutschland. Fsehaye verlässt sein Heimatland um dem unbefristeten und unmenschlichen Militärdienst in Eritrea zu entfliehen. Sein Weg führt ihn zunächst in den Sudan, wo er erstmals religiösen Hass erfährt. Er erkennt schnell, dass es dort keine Zukunft für ihn gibt und plant, gemeinsam mit seinem Cousin, nach Europa zu gehen. „Hätten wir geahnt, was noch auf uns zukommen würde, wären wir vermutlich nie aufgebrochen“.

In Zusammenarbeit mit einer ehrenamtlich tätigen Patin Ulla Grün hat der junge Mann aus Eritrea seine Fluchtgeschichte niedergeschrieben.
Er wird an diesem Abend Passagen aus seinem Buch vorstellen und sich im Anschluss den Fragen und Anmerkungen des Publikums stellen.
Darüber hinaus geben Ulla Grün und Merhawi Fsehaye Einblick in die Entstehungsgeschichte des Buches, zudem die Hamburger Zeichnerin Magdalena Kaszuba eindrückliche Illustrationen beigesteuert hat.

Der Autor:
Merhawi Fsehaye kommt als zweites Kind einer siebenköpfigen Familie in Eritrea zur Welt. Sein Vater ist beim Militär und seine Mutter führt zuhause unter Mithilfe der Kinder Betrieb und Landwirtschaft. Merhawi ging bis zur achten Klasse zur Schule, durfte diese aber nach einem wegen der Arbeit im elterlichen Betrieb verpassten Anmeldetermin nicht weiter besuchen. Um nicht zum Militärdienst eingezogen zu werden, verließ er mit 15 Jahren heimlich und ohne Absprache mit der Familie sein Elternhaus und floh aus seinem Heimatland Eritrea.

Das 2018 in dem Verlag Leichte Sprache erschienene Buch „Mein Weg in die Freiheit“ kann vor Ort käuflich erworben werden. Bei Interesse wird Merhawi Fsehaye gerne signieren.

 

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind ein kleines Team:
Merhawi Fsehaye, geflüchteter Schüler, Autor
Ulla Grün, Psychologin, ehrenamtliche Betreuerin, Co-Autorin
Sabine Muhl, Verlegerin, ehrenamtliche Fundraiserin in der Flüchtlingshilfe
Dazu kommen noch unsere Illustratorin Magdalena Kaszuba und Fotograf Arnold Schnittger.

Wer ist Merhawi?
Merhawi kommt als zweites Kind einer siebenköpfigen Familie in Eritrea zur Welt. Sein Vater ist beim Militär und seine Mutter führt zuhause unter Mithilfe der Kinder Betrieb und Landwirtschaft. Merhawi ging bis zur achten Klasse zur Schule, durfte diese aber nach einem wegen der Arbeit im elterlichen Betrieb verpassten Anmeldetermin nicht weiter besuchen. Um nicht zum Militärdienst eingezogen zu werden, verließ er mit 15 Jahren heimlich sein Elternhaus und floh aus seinem Heimatland Eritrea.

Ulla Grün bot den Rahmen für die Aufarbeitung von Merhawis Fluchtgeschichte, hörte zu, fragte nach und schrieb auf.

Merhawi lernte Ulla zunächst in einem Heim für minderjährige Geflüchtete kennen (als Vormund von Merhawis Zimmergenossen). Später bat er sie um Hilfe beim Verfassen seines Buches.

Der neue Verlag heißt smm Leichte Sprache Verlag UG (haftungsb.). Geschäftsführerin Sabine Muhl ist Verlegerin und mehrfach zertifizierte Übersetzerin für Leichte Sprache. Sie unterstützt und begleitet das Projekt beratend. Vorteil eines Kleinstverlages: Teamentscheidungen statt Diktat von oben.

Ein Problem (wie bei vielen Startups) ist das minimale Budget, das kaum Werbeaktivitäten zulässt. Daher diese Aktion.

Helfen wir Merhawi seine Geschichte in die Welt zu tragen.